3 thoughts on “Evolution of the desk

  1. Schön, aber leider nicht die Wahrheit. Meine eigenen Schreibtische sehen immer noch genauso aus wie 1992. Es stehen sogar die selben Tassen darauf, mit den gleichen Stiften und Pinsel darin. Sogar die Anordnung des Monitors ist die gleichen wie seit über 20 Jahren, entweder links oder rechts in der Ecke. Und schon gar nicht fliegt weniger auf dem Schreibtisch herum. Es ändert sich nichts, weil wir uns nicht ändern.

    1. Ja najaaa… Das muss man ja nicht so haargenau auf einen einzigen Schreibtisch beziehen (wobei ich sagen muss, dass ich zuhause nicht mal mehr einen Schreibtisch habe – ich sitze mit Laptop viel lieber gemütlich auf dem Sofa, aber das muss ja nicht für jeden gelten).
      Jedenfalls verstehe ich das da oben vielmehr als eine hübsche Verbildlichung der Digitalisierung unserer Gesellschaft. Wann hatten wir denn das letzte Mal einen Atlas in der Hand, um nachzusehen wo ein Ort liegt. Notizbuch und Kalenderbuch? Wozu. Drucker? Ich drucke seit Jahren keine Bahnkarten mehr aus, die habe ich doch als QR-Code in der App. Sogar die Boardkarten für meinen Flug nächste Woche habe ich auf dem Smartphone und nicht mehr in gedruckter Variante. Und von den unzähligen Gigabyte an Fotos, die wir auf unseren Festplatten rumliegen haben, lassen wir doch wenn überhaupt nur einen Bruchteil für den Bilderrahmen entwickeln. Sagt man das da überhaupt noch? Entwickeln? Nee, entwickeln kann man nur von echtem Filmmaterial glaube ich.
      Alles ist digital geworden – Digital ist ja auch besser – und das verdeutlicht das Bild doch sehr gut, oder nicht? Natürlich gilt das nicht für jeden in der selben Art und Weise – manch einer sammelt eben gern weiterhin Visitenkarten oder liest ein „echtes“ Buch, das auch nach Buch riecht, statt ebooks auf dem Kindle. Aber grundsätzlich kann wohl kaum bestreiten, dass „alles“ digital geworden ist und weiter wird.

      Es wird geschätzt, dass 2007 bereits 94 % der weltweiten technologischen Informationskapazität digital war (nach lediglich 3 % im Jahr 1993).“ says wikipedia.

      Wie krass ist das bitte. Heute dürften das dann wohl sogar noch einige Prozent mehr sein.

      Wieviel einfacher und schneller durch Digitalisierung alles wird (siehe z. B. wikipedia nutzen, statt eins der 24 Brockhaus-Bände zu durchforsten hähä), ist die eine Seite – wie abhängig wir aber dadurch von Maschinen werden (und bereits sind), die andere. Hui! Da darf ich gar nicht anfangen, über I-Robot-Szenarien nachzudenken, sonst dreht sich wieder alles.

      Aber Du hast Recht, die Überschrift ist vielleicht nicht ganz treffend. Es müsste vielmehr „Digitizing the world“ oder so heißen.

  2. Ach. Das kommt uns nur so vor, weil wir damit unser Geld verdienen. Aber es ist soviel weiterhin analog. Die Leute tanzen, würfeln, kloppen Karten analog, besuchen im Urlaub Strände, und Heimtierparks, lungern abends auf dem Siggi, in der Kunsthalle oder am Wochenende im Stadion rum statt auf dem Sofa zu liegen, wo sie Strände, Tiere, Sonnenuntergänge, Kunst und Fussballspiele auch digital gucken könnten. Gut Atlanten und Lexika haben ausgedient.

    „Man darf die Selbstherrlichkeit der Gegenwart nicht überschätzen“, wie mal ein klügerer Techblogger als ich schrob

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