Irische Butter

Mein Vater war mal in einer Tierfutterherstellungsfabrik (<3 deutsche Sprache – eigentlich war es vermutlich eine „Tierkörperbeseitigungsanstalt“, aber das klingt nicht so nett) auf Montage und erzählte letztens, dass dort eines Abends LKW-weise Irische Butter angeliefert wurden. Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen. Und die abgelaufenen Pakete Butter kamen einfach so, inklusive ihrer Verpackung, zusammen mit den Tierkadavern in den riesigen Mixer und wurden zu Tiermehl verarbeitet. Wissta Bescheid!

Angewidert ab.

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Was es ist

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Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

.

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

.

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe Erich Fried

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??-Emoji-URL-Shortener

Es ist ja so: Wenn ich so whatsappe oder chatte oder sonstige Direktnachrichten verschicke, benutze ich schon relativ viel Smileys. Oder Emojis. Wurde mir zumindest schon öfter mal gesagt. Ich finde aber auch, die Kommunikation wirkt andernfalls viel zu clean und distanziert und unfreundlich. Wenn ich mit jemanden Face-to-Face rede, dann sind im Gesicht ja auch Emotionen sichtbar. Außer Zwinkern vielleicht. Das würde wirklich dämlich wirken. Weswegen ich den Zwinkersmiley auch verabscheue. Also außer für Ironie oder Sarkasmus – da erfüllt der schon ziemlich seinen Zweck ;-) Wobei ich dennoch festhalten muss:

Alles vor dem Zwinkersmiley ist gelogen! ;-)“

Uiuiui… Wie kam ich denn nur auf das Emoij-Thema jetzt?! Achso ja! Es gibt jetzt einen URL-Shortener, der Emoji-URLs erzeugt!!!

www.??.ws

Wer kommt bloß auf so einen Blödsinn?!?! Aber ein bisschen lustig finde ich das schon auch! :D

Hörbuchfalle iCloud

Eigentlich habe ich nie einen Hehl draus gemacht, dass ich Apple Fan bin und vor allem iTunes bereits seit 10 Jahren (zunächst auf meinem PC und danach eben auf dem Mac und iPod und iPhone und iPad) äußerst freudig nutze. Ich bin glaube ich bei iTunes 4.8 eingestiegen, was tatsächlich genau 10 Jahre her sein dürfte. Da hat es auch angefangen, dass ich aufhörte Musik illegal herunterzuladen, sondern ich habe stattdessen gekauft. Bei iTunes. Und immer da! Und wegen des DRMs habe ich mir sogar am Anfang immer noch die Mühe gemacht, die gekaufte Musik zu brennen um sie dann wieder zu rippen, um somit meine erworbene Musik als Dateien ohne Kopierschutz zu besitzen.

Spätestens seit Apples Verzicht auf DRM – das dürfte bereits so 2008 gewesen sein – ist meine Treue dann noch größer geworden. Und nun, dank der iCloud, habe ich meine gekaufte Musik (und Filme und Serien undsoweiter) immer und überall auf allen Geräten verfügbar. Ich muss auch nicht mehr drüber nachdenken, vor einer Zugfahrt Dateien auf’s Gerät zu laden. Ich kann da einfach immer dran. Vom Handy, vom Rechner, von Apple TV. Immer!

Soweit so gut. Nun ereignete sich am Wochenende folgendes: Ich war zu müde um noch fernzusehen oder zu lesen, aber noch nicht müde genug um zu schlafen, also dachte ich, warum nicht mal ein Hörbuch ausprobieren. Das ist witzigerweise ein mediales Genre, was sich mir bisher noch nicht so erschlossen hat. Weil ich ja sowieso gerne lese und es mir bisher nicht besonders attraktiv erschien, mir etwas vorlesen zu lassen. Bisher! Aber dazu später mehr…

Jedenfalls dachte ich, für den Einstieg teste ich das mal an einem Buch, welches ich A-tens bereits gelesen habe und welches B-tens nicht allzu teuer ist. Im iTunes Store kaufte ich über’s iPad also Kafkas Prozess. Und hörte so circa die ersten 50 Minuten, bevor ich wohl eingeschlafen sein muss. Am nächsten Tag wollte ich das Ganze fortsetzen und das ging aber leider nicht.

Und JETZT KOMMT’S: Beim Download ist wohl irgendwas schief gelaufen, was weiß ich. Ist auch egal. Jedenfalls kann man generell Hörbücher, nachdem man sie einmal heruntergeladen hat, nicht ein zweites Mal laden! Und schon gar nicht aus der iCloud. Das muss man auch erstmal wissen! Man muss also zusehen, dass man die Hörbücher auf seinen Rechner lädt und sollte sie dann von dort aus auf die Geräte synchronisieren. Also so ungefähr wie vor 10 Jahren. Ich habe meine iOS-Geräte schon Monate nicht mehr an den Rechner angeschlossen. Warum auch, geht ja alles kabelfrei. Außer eben Hörbücher sichern! Das nicht!

Angeblich kann Apple da nix für und das ist wegen der lizenzrechtlichen Bestimmungen der Hörbuchanbieter, aber äh GEHT’S NOCH?!? Ich habe jetzt also ein Hörbuch gekauft, welches ich nicht hören kann. Das ist so richtig richtig nervig! Und bei sowas kenne ich ja keine Gnade. Bestimmt könnte ich das irgendwo irgendwie anfordern, aber ich habe schlichtweg keine Lust dazu, mich mit so einem Scheiß herumzuschlagen. Ich werde beim Kauf von Hörbüchern einfach NIE WIEDER auf iTunes zurückgreifen. Ich habe mir direkt gestern noch die Audible-App heruntergeladen und teste nun die. Ist sowieso viel tollerer, da gibt es sogar einen Schlafmodus, der macht, dass das Hörbuch nach z. B. 30 Minuten automatisch pausiert. Genau das richtige für mich (ich schlafe nämlich bei sowas immer ziemlich schnell ungewollt ein)!

Bei Audible höre ich nun Hesses Narziß und Goldmund – übrigens im kostenlosen Probemonat – gelesen von Ulrich Noethen. Nichtmal auf Kafka habe ich nach dieser nervigen Aktion weiter Lust, obwohl der da ja überhaupt gar nichts für kann.

Böses blödes dummes iTunes! Geh nach Hause und lass die Hörbücher aus dem Programm, wenn Du zu dumm bist!

Vinyl-Kind

Als ich Weihnachten bei meinen Eltern war, habe ich meine Kindheit in Form von Hörspielen auf Vinyl vom Dachboden gerettet. Mensch, die habe ich allesamt rauf und runter gehört, bis ich Pinocchio, Biene Maja oder die Märchen mitsprechen konnte. Ich dachte lange Zeit, meine Eltern hätten das alles bei ihrem Umzug entsorgt, aber nein: Alles noch da. Sehr schön, in diesen frühen Kindheitserinnerungen zu schwelgen.