Zucchini-Bratlinge

Da ich derzeit im Schnitt täglich eine Zucchini ernten kann, probiere ich sämtliche Rezepte zur Zucchini-Verwertung aus. Hier mal eine Eigenkreation, weil ich kein brauchbares Zucchini-Bratling-Rezept gefunden habe.

Zutaten

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 5 EL Maispolenta
  • 5 EL Haferflocken
  • 2 EL Leinsamen
  • 4 getrocknete Tomaten, so klein wie möglich geschnitten
  • 1 Zwiebel, sehr fein geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, Räucherpaprika
  • Handvoll Kräuter aus dem Garten, z.B Thymian und Petersilie
  • Maispolenta oder Semmelbrösel für die Panade

Zubereitung

Die Leinsamen mit Wasser bedecken und quellen lassen. Zucchini raspeln und mit dem Rest der Zutaten gründlich vermengen. Die Menge der Haferflocken und Polenta ist abhängig vom Wassergehalt der Zucchini. Ist die Mischung noch triefend nass einfach noch mehr trockenes Zeug dazu geben. Die Masse etwa 10 Minuten quellen lassen und dann mit den Händen Bratlinge formen, die dann nochmal in Polenta oder Paniermehl gewälzt werden. Dann in Rapsöl in der Pfanne braten. Dabei nur einmal wenden, also warten bis sie schön goldgelb/-braun von einer Seite sind und dann vorsichtig umdrehen. Ansonsten zerfallen sie sehr schnell.

Schmecken super mit Salat und einem Dip, zum Beispiel Guacamole.

Zucchini-Ernte

Die ersten Zucchini sind jetzt fertig und ich habe heute die erste geerntet und zum Mittag verspeist. Herrlich! Und die Pflanzen hängen voller Nachschub. Zucchini-Rezepte nehme ich also dankend entgegen :)

Die heute habe ich einfach mit Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne gebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und zum Schluss noch ein paar Kirschtomaten hinzugegeben.

 

Veganes Chili

Heute gab es hier veganes Chili, eins meiner (veganen) Lieblingsgerichte. Da ich mein Chili am liebsten mit schwarzen Bohnen statt mit Kidney-Bohnen esse, habe ich mir gestern schon die Mühe gemacht sie einzuweichen. Bohnen frisch zu kochen ist natürlich viel aufwändiger, als einfach eine Dose zu öffnen – Der Aufwand lohnt sich aber definitiv! Man weicht sie circa 12 Stunden in genügend Wasser ein (also am einfachsten über Nacht) und kocht sie dann 60–90 Minuten in neuem Wasser, bis sie nicht mehr zu fest sind. Erst nach dem Abgießen salzen.

Schwarze Bohnen haben einen nussigen Eigengeschmack, sind etwas kleiner als Kidney-Bohnen und außerdem von festerer Konsistenz, sodass sie nicht so matschig werden und auseinander bröseln. Wirklich sehr lecker!

Zutaten (2 Portionen)

  • 150g schwarze Bohnen – eingeweicht,  gekocht und gesalzen
  • 1 Dose Tomaten, geschält
  • 1 Tasse rote Linsen
  • 3 Tassen Gemüsebrühe
  • 1 kleine Dose Mais
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 2 EL Erdnussmus/-butter
  • Salz/Pfeffer
  • (Rauch)Paprikapulver
  • Tabasco

Zubereitung

Die Linsen in der Gemüsebrühe mit den Lorbeerblättern circa 10 Minuten weich kochen. Überschüssige Flüssigkeit nicht abgießen. In der Zwischenzeit die Zwiebel klein schneiden und in Öl anschwitzen. Tomatenmark hinzugeben, kurz anrösten und alles mit den Tomaten ablöschen (ich schneide die immer fix direkt in der Dose mit einem Messer, weich genug sind sie ja. Wem das komisch erscheint, nimmt direkt stückige Tomaten, ich finde allerdings dass die ganzen mehr Geschmack haben). Das Tomatenmark kommt für den nötigen Anteil an Säure mit rein, nicht etwa für einen tomatigeren Geschmack. (Alternativ ginge bestimmt auch Zitrone/Limette gegen Ende oder ein Schuss Weißwein beim Ablöschen.)

Dann den Mais inkl. Flüssigkeit, einfach alles rein!, die Linsen (ebenfalls inkl. Flüssigkeit) und die abgetropften schwarzen Bohnen hinzugeben sowie die Knoblauchzehe hineinpressen und alles nochmal kurz köcheln lassen. Das Ernussmus einrühren (gibt Bindung und cremige Konsistenz) und mit Agavendicksaft, Rauchpaprika (DANKE an dieser Stelle an Familie b. für das super riechende und schmeckende Pülverchen!), Tabasco und Salz/Pfeffer abschmecken.

Mit Sprossen aus der eigenen Sprossenzucht garniert verspeisen :)

Das Rezept basiert im Groben auf dem Veganen, basischen Chili bei chefkoch.de.

Grünkernrisotto

Endlich Wochenende, endlich Zeit und Muße, selbst zu kochen. Heute: Irgendwas mit Grünkern. Weil ich von einer Grünkern-Bolognese letztens noch so viel Grünkern übrig hatte.

Grünkern. Das ist im Prinzip unreifer Dinkel, der durch die Röstung nach der Ernte einen nussigen, rauchigen Geschmack hat. Ich mag das!

Und so ist das Risotto entstanden:

Eine Zwiebel sowie eine Knoblauchzehe abziehen und in kleine Würfel schneiden. In Olivenöl glasig dünsten, dann 200g (gewaschenen) Grünkern hinzugeben und eine Weile mit braten. 500ml Gemüsefond (selbstgemacht oder ausm Glas, bitte bitte bitte keine Brühwürfel – das schmeckt einfach zu künstlich!) nach und nach hinzugeben, sodass der Grünkern immer leicht bedeckt ist. Zwischendurch immer wieder umrühren.

Derweil Gemüse nach Belieben kleinschneiden – bei mir waren’s drei Möhren, zwei Petersilienwurzeln und eine Paprika.

Nach circa 30 Minuten das Gemüse zum Grünkern geben und alles weitere 10 Minuten weiterkochen, bzw. bis das Gemüse die gewünschte Konsistenz hat.

Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken, sowie ein Bund Zitronenmelisse kleinschneiden und unterheben.

Schmeckt und macht satt!

Linsensuppe

Aus der Reihe bekannte Zutaten mal anders zubereiten. Ich hatte vom Linsensalat noch so viele Linsen übrig. Also habe ich nach Rezepten mit roten Linsen gesucht und schließlich diese Suppe gekocht. Frei interpretiert nach Chefkoch.de.

Zwei Zwiebeln, eine Knoblauchzehe und ein Stück Ingwer schälen und in Öl zusammen mit etwas Rohrzucker anschwitzen. Währenddessen den Inhalt einer Dose geschälter Tomaten mit 400ml Kokosmilch und 400ml Wasser mit dem Stabmixer pürieren.

150g rote Linsen sowie einen Teelöffel rote Currypaste zu den Zwiebeln geben und kurz mit dünsten. Dann mit der pürierten Flüssigkeit ablöschen und 15–20 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

Mit dem Saft einer halben Zitrone, Salz und ggf. noch etwas Zucker abschmecken. Ich habe auf dem Teller noch einen Schuss Limettenessig hinzugegeben, weil mir noch Säure fehlte. Das ist aber Geschmackssache.

Ansonsten: Sehr sättigend und perfekt für einen kalten, ungemütlichen Tag. Lustigerweise ist dieses Gericht schon wieder vegan. Das häuft sich irgendwie in letzter Zeit. Völlig zufällig zwar, ich muss aber sagen dass ich da nie irgendwas vermisst habe bisher. Vielleicht werde ich aus ökologischen Gründen und weil es eine gute Sache ist sowas wie eine Teilzeit-Veganerin. Einen nicht-vegan-Tag die Woche oder so, den Rest der Woche vegan. Das erscheint mir sehr vernünftig und obendrein machbar für den Anfang.

Das nächste Mal werde ich versuchen, ein paar Linsen in meinem Curry mit zerkochen zu lassen. Für die Bindung, das eignet sich sicher sehr gut!

Okraschoten mit geröstetem Reis

Sowas ähnliches habe ich in Ägypten mittags öfters gegessen. Okraschoten in Tomatensoße und dazu so einen leckeren orientalischen Reis. Gestern gab es im Jibi zufälligerweise Okraschoten und da musste ich da wieder dran denken und habe es einfach mal ausprobiert frei Schnauze nachzukochen. Ist gelungen wie ich finde, vor allem der geröstete Reis ist einfach der Knaller. Wie im Urlaub!

Gerösteter, orientalischer Reis

Reis röstenEine Tasse (Wild-)Reis in einem Topf ohne Fett anrösten, bis er leicht Farbe bekommt. Aufpassen, dass er nicht zu dunkel wird, sonst schmeckt es schnell bitter! Dann mit einer Tasse Wasser ablöschen, eine handvoll Rosinen und einen Teelöffel Salz hinzugeben und mit geringster Hitze simmern lassen. Immer wieder umrühren und nach und nach eine weitere Tasse Wasser (evtl. mehr) hinzugeben, sodass der Reis immer mit Wasser bedeckt ist. So weitermachen, bis der Reis die gewünschte Garstufe hat.

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Okraschoten in Tomatensoße

DSC_0310Eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe und ein Stück Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne in etwas Öl glasig dünsten. 200g frische Okraschoten waschen und abtrocken. Dann den Stiel abschneiden und in circa zwei Zentimeter große Stücke schneiden. Die Schoten in die Pfanne geben und ebenfalls garen. Eine halbe Tube Tomatenmark sowie einen Esslöffel Rohrzucker hinzugeben und kurz mit braten. Alles mit 500ml Wasser oder Brühe ablöschen, verrühren und circa 10 Minuten kochen lassen. Mit Kreuzkümmel, Zimt, Kurkuma, Salz und Chili würzen. Darf ruhig etwas schärfer werden. Besonders in Kombination mit dem süßlichen, gerösteten Reis ist das dann der Hit!

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Linsensalat

Omnomnom! Linsensalat. Voll gut! Ich bin ja ein bisschen Fan davon geworden, altbekannte Zutaten mal anders zuzubereiten, als man es so allgemein von zuhause kennt. Also Grünkohl zum Beispiel hatte ich noch nie anders gegessen, als als Eintopf wie zuhause, aber letztens gab es irgendwo Grünkohl-Bratlinge und die waren echt der Hammer. So nun also Linsen. Kenne ich von Zuhause ausschließlich als Linseneintopf (da natürlich mit den großen blauen Linsen). Aber man kann da auch nen leckeren Salat draus zaubern!

Rote Linsen (für zwei Portionen circa 150g) waschen und mit einer mit Nelken gespickten Zwiebeln und einem Lorbeerblatt in ausreichend Wasser gar kochen. Danach abgießen und etwas abkühlen lassen. Lauchzwiebel, Möhre, Salatgurke und Tomaten kleinschneiden und zu den Linsen geben.

Aus 3 EL Öl, 4 EL Essig, 1EL Senf und 1EL Zucker eine Vinaigrette anrühren und den Salat damit vermengen. Salzen und pfeffern und ggf. noch mit Zucker und/oder Essig abschmecken. Ich habe heut Limettenessig und Avocadoöl genommen, beim nächsten Mal probiere ich es mal mit Himbeeressig und einem nussigen Öl (vllt Walnuss oder so).

Pink Curry (Wurzelgemüse)

Bielefeld ist bunt und weltoffen und ich koche im Anschluss an die Kundgebung ein knallpinkes Curry. Und muss wieder einmal feststellen, dass ich viel viel VIEL zu selten koche, seit ich Vollzeit arbeite. Diese Kleinschnippelei von allerhand frischem Zeug wirkt auf mich beruhigend wie Yoga und wenn es dann noch schmeckt: Umso besser! Und das tut diese pinke Curry – ich für meinen Teil brauche da nicht mal Reis zu. Hier also das Rezept meiner zufällig pinken Eigenkreation (4 Portionen vermutlich):

  • 1kg Wurzelgemüse (Möhren, Pastinaken, Rote Beete, Süßkartoffeln o.ä.)
  • 1–2 Stangen Lauchzwiebeln
  • 1 Apfel
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stk. Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400ml Kokosmilch
  • 3 EL Frischkäse, Schmand oder vegane Alternative
  • 3 TL rote Currypaste
  • 1/2 Limette
  • 1 EL Rohrzucker
  • Sojasauce/Salz
  • Cashewnüsse
  • Öl (z.B. Sesamöl)
  • Reis

Das Gemüse und den Apfel kleinschneiden, man darf ruhig noch sehen was es mal war, also nicht allzu klein. Vorsicht bei der Rote Beete – das färbt wie die Hölle! ;)
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer klein würfeln und im Wok bzw. einer tiefen Pfanne schonmal erhitzen.
Dann nach und nach in der Reihenfolge Rote Beete, Süßkartoffel, Möhren, Pastinaken hinzufügen und jeweils ein bis zwei Minuten braten. Zuletzt den Apfel hinzufügen, das cremige von der Kokosmilch sowie die Currypaste ergänzen und kurz mitbraten. Mit dem flüssigen der Kokosmilch und dem festen Milchprodukt (Frischkäse oder auch z. B. Soja-Joghurt – ist kein Muss aber ich mag die Bindung, die das gibt) ergänzen und alles 15 Minuten kochen lassen. Oder halt bis alles weich genug ist. Mit Limettensaft, Rohrzucker und Sojasauce (sauer, süß, salzig) abschmecken, die Lauchzwiebeln noch kurz mit erhitzen und fertig ist das pinke Wurzelgemüse-Curry :)
Mit den Cashewnüssen toppen und dazu darf logischerweise Reis gereicht werden.