Bunte Hirsepfanne

Probiert mal Hirse! Also vor allem diejenigen, die schonmal was mit Couscous oder Bulgur zubereitet haben. Hirse kann man nämlich ähnlich verarbeiten, sie ist aber deutlich nährstoffreicher als die verarbeiteten Weizenprodukte (nichts anderes ist Couscous in Wahrheit meist). Insbesondere soll Hirse z. B. ein guter Lieferant für Magnesium, Calcium und Eisen sein. Mir egal, es hat jedenfalls geschmeckt!

Zutaten (1 Portion und ein bisschen)

  • 1 Tasse Hirse
  • 3 Tassen Wasser
  • 3 Karotten
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 kleine Dose Mais
  • 1 Tomate
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Oregano
  • Chili-Flocken
  • etwas Zucker
  • Knoblauch wer will
  • Feta

Zubereitung

Die Hirse in einem Sieb waschen bis das Wasser klar ist. Dann in der dreifachen Menge Wasser aufkochen und auf geringster Stufe mit etwas Salz circa 20 Minuten (je nach Sorte) köcheln lassen.

In der Zwischenzeit kann die Zwiebel gewürfelt und das restliche Gemüse kleingeschnitten werden. Dann die Zwiebel und die Möhren mit etwas Zucker und Salz in Öl anbraten. Wenn die Hirse gequollen ist diese in die Pfanne geben sowie den Mais ergänzen und alles nochmal kurz braten. Zum Schluss kommen die Tomaten und Lauchzwiebeln (und wer mag Knoblauch) hinzu und werden nur noch kurz mit erwärmt.

Mit ordentlich Oregano, sowie Salz/Pfeffer und Chili-Flocken abschmecken und mit Feta bebröselt verspeisen. Falls Säure fehlt (bei mir war die Tomate säuerlich genug) einfach ein paar Spritzer Zitronensaft ergänzen.

Wohl bekomm’s! (Bekommt es wirklich, denn Hirse ist sogar glutenfrei.)

Grünkernrisotto

Endlich Wochenende, endlich Zeit und Muße, selbst zu kochen. Heute: Irgendwas mit Grünkern. Weil ich von einer Grünkern-Bolognese letztens noch so viel Grünkern übrig hatte.

Grünkern. Das ist im Prinzip unreifer Dinkel, der durch die Röstung nach der Ernte einen nussigen, rauchigen Geschmack hat. Ich mag das!

Und so ist das Risotto entstanden:

Eine Zwiebel sowie eine Knoblauchzehe abziehen und in kleine Würfel schneiden. In Olivenöl glasig dünsten, dann 200g (gewaschenen) Grünkern hinzugeben und eine Weile mit braten. 500ml Gemüsefond (selbstgemacht oder ausm Glas, bitte bitte bitte keine Brühwürfel – das schmeckt einfach zu künstlich!) nach und nach hinzugeben, sodass der Grünkern immer leicht bedeckt ist. Zwischendurch immer wieder umrühren.

Derweil Gemüse nach Belieben kleinschneiden – bei mir waren’s drei Möhren, zwei Petersilienwurzeln und eine Paprika.

Nach circa 30 Minuten das Gemüse zum Grünkern geben und alles weitere 10 Minuten weiterkochen, bzw. bis das Gemüse die gewünschte Konsistenz hat.

Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken, sowie ein Bund Zitronenmelisse kleinschneiden und unterheben.

Schmeckt und macht satt!

Okraschoten mit geröstetem Reis

Sowas ähnliches habe ich in Ägypten mittags öfters gegessen. Okraschoten in Tomatensoße und dazu so einen leckeren orientalischen Reis. Gestern gab es im Jibi zufälligerweise Okraschoten und da musste ich da wieder dran denken und habe es einfach mal ausprobiert frei Schnauze nachzukochen. Ist gelungen wie ich finde, vor allem der geröstete Reis ist einfach der Knaller. Wie im Urlaub!

Gerösteter, orientalischer Reis

Reis röstenEine Tasse (Wild-)Reis in einem Topf ohne Fett anrösten, bis er leicht Farbe bekommt. Aufpassen, dass er nicht zu dunkel wird, sonst schmeckt es schnell bitter! Dann mit einer Tasse Wasser ablöschen, eine handvoll Rosinen und einen Teelöffel Salz hinzugeben und mit geringster Hitze simmern lassen. Immer wieder umrühren und nach und nach eine weitere Tasse Wasser (evtl. mehr) hinzugeben, sodass der Reis immer mit Wasser bedeckt ist. So weitermachen, bis der Reis die gewünschte Garstufe hat.

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Okraschoten in Tomatensoße

DSC_0310Eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe und ein Stück Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne in etwas Öl glasig dünsten. 200g frische Okraschoten waschen und abtrocken. Dann den Stiel abschneiden und in circa zwei Zentimeter große Stücke schneiden. Die Schoten in die Pfanne geben und ebenfalls garen. Eine halbe Tube Tomatenmark sowie einen Esslöffel Rohrzucker hinzugeben und kurz mit braten. Alles mit 500ml Wasser oder Brühe ablöschen, verrühren und circa 10 Minuten kochen lassen. Mit Kreuzkümmel, Zimt, Kurkuma, Salz und Chili würzen. Darf ruhig etwas schärfer werden. Besonders in Kombination mit dem süßlichen, gerösteten Reis ist das dann der Hit!

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Pink Curry (Wurzelgemüse)

Bielefeld ist bunt und weltoffen und ich koche im Anschluss an die Kundgebung ein knallpinkes Curry. Und muss wieder einmal feststellen, dass ich viel viel VIEL zu selten koche, seit ich Vollzeit arbeite. Diese Kleinschnippelei von allerhand frischem Zeug wirkt auf mich beruhigend wie Yoga und wenn es dann noch schmeckt: Umso besser! Und das tut diese pinke Curry – ich für meinen Teil brauche da nicht mal Reis zu. Hier also das Rezept meiner zufällig pinken Eigenkreation (4 Portionen vermutlich):

  • 1kg Wurzelgemüse (Möhren, Pastinaken, Rote Beete, Süßkartoffeln o.ä.)
  • 1–2 Stangen Lauchzwiebeln
  • 1 Apfel
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stk. Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400ml Kokosmilch
  • 3 EL Frischkäse, Schmand oder vegane Alternative
  • 3 TL rote Currypaste
  • 1/2 Limette
  • 1 EL Rohrzucker
  • Sojasauce/Salz
  • Cashewnüsse
  • Öl (z.B. Sesamöl)
  • Reis

Das Gemüse und den Apfel kleinschneiden, man darf ruhig noch sehen was es mal war, also nicht allzu klein. Vorsicht bei der Rote Beete – das färbt wie die Hölle! ;)
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer klein würfeln und im Wok bzw. einer tiefen Pfanne schonmal erhitzen.
Dann nach und nach in der Reihenfolge Rote Beete, Süßkartoffel, Möhren, Pastinaken hinzufügen und jeweils ein bis zwei Minuten braten. Zuletzt den Apfel hinzufügen, das cremige von der Kokosmilch sowie die Currypaste ergänzen und kurz mitbraten. Mit dem flüssigen der Kokosmilch und dem festen Milchprodukt (Frischkäse oder auch z. B. Soja-Joghurt – ist kein Muss aber ich mag die Bindung, die das gibt) ergänzen und alles 15 Minuten kochen lassen. Oder halt bis alles weich genug ist. Mit Limettensaft, Rohrzucker und Sojasauce (sauer, süß, salzig) abschmecken, die Lauchzwiebeln noch kurz mit erhitzen und fertig ist das pinke Wurzelgemüse-Curry :)
Mit den Cashewnüssen toppen und dazu darf logischerweise Reis gereicht werden.