40 Jahre LiLi

Franzi und ich haben mal wieder einen Film gemacht. Aber diesmal ist es nicht nur irgendein Film gewesen. Sondern DER Film. Nämlich der wesentliche Teil unserer Masterarbeit.

Thema und Aufhänger: Die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft (kurz LiLi) der Universität Bielefeld feiert 40-jähriges Bestehen. Also wurde seit letztem Jahr fleißig recherchiert, gedreht und zu guter Letzt geschnitten um eine Retrospektive auf 40 Jahre LiLi zu schaffen. Dabei war ein wesentlicher Aspekt, dass es sich um einen Imagefilm handeln sollte, die Fakultät sich selbst dadurch also durchaus ein bisschen verkaufen wollte. Also haben wir eine Imagedokumentation produziert, welche die Anmutung einer Doku hat, jedoch negative Aspekte schlichtweg nicht oder nur sehr vorsichtig beleuchtet.

Der Film existiert in zwei Versionen (60 Minuten und 30 Minuten) und ist auf DVD erhältlich. Hier ein kurzer Eindruck:

Gestern — Heute — Morgen eine Retrospektive auf 40 Jahre Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld Gründungsmitglieder, Wegbereiter, Absolventen sowie aktuell Forschende, Lehrende und Mitarbeiter der Fakultät erzählen von den Ursprüngen der Fakultät im Siemenshaus, zeichnen Entwicklungen und Höhepunkte nach, berichten über aktuelle Projekte und blicken in die Zukunft der Fakultät.
Der Film, produziert von Studierenden der Kreativwerkstatt Medien, bietet einen Einblick in Leben, Geschichte, Forschung und Lehre der Fakultät, die durch reichhaltiges Interviewmaterial, Archivaufnahmen und Fotos illustriert wird.

 

Der zweite Teil der Arbeit – der theoretische Teil – hatte dann das Thema

Herstellung von Glaubwürdigkeit und Authentizität im Dokumentarfilm
am Beispiel der Imagedokumentation »40 Jahre LiLi«

Endstand: 1,0 für Franzi und Jana.

NebellebeN

Der liebe Joel hat da ein ganz tolles Projekt ins Leben gerufen! Zuerst hat er eine EP mit 5 Tracks produziert und dann hat er sich gedacht: Warum nicht mal ein etwas anderes CD-Release feiern. Also hat er die Tracks nochmal getrennt nach Instrumentalteil und Songtexten und ein paar Künstler gefragt, ob sie Lust hätten entweder den Text oder den musikalischen Teil zu interpretieren. Der komplette Song war keinem der Künstler bekannt.

Jacob und ich haben auch mitgemacht und den Text zum Song Findung versucht zu interpretieren.

Um mich herum diese hell scheinenden Wände.
Einziger Toter in der schnelllebigen Menge.
Aber wer weiß, vielleicht angekomm‘,
schöne Frau, nicht hungern, vielleicht langt das schon.
Die Unruhe mit mir herumgetragen.
Eine Antwort, aber hundert Fragen.
Und langsam bin ich voller Zuversicht,
entweder ich finde, oder ich suche nicht.

Manchmal kommt die Erkenntnis,
manchmal kommt sie nicht.
Eingesperrt im Gefängnis
hilft sie nicht der Sicht.

Manchmal kommt die Erkenntnis,
manchmal kommt sie nicht.
Wird die Suche zum Verhängnis?
Hoffentlich bremst sie dich nicht.

Bin es leid, dieses ewige Warten,
aber wie soll es geh’n, nur mit reden und raten?
Was soll das Leben von mir erwarten?
Leben heißt: Streben nach Taten.

Oft nicht rentabel, diese Bindung.
Bin nicht auf Suche, ich bin auf Findung.
Und am Ende ergibt alles einen Sinn.
Ich war, ich bleibe, ich werde wer ich bin.
Joel Köhn

Was haben wir gemacht? Wir haben uns an den Jahnplatz gesetzt und beliebig ausgewählte Passanten fotografiert geschnappschusst. Und aus den besten Bildern haben wir Schablonen erstellt und sie gesprüht. Ich weiß nicht, ob man das darf. Vielleicht nicht. Erkennbar ist allerdings keiner mehr. Die Menschen auf den Fotos könnten im Prinzip jeder sein. Jeder ist in Eile und alle scheinen irgendwie zu wissen, wohin sie so schnurstracks gehen. Wie man das in Bezug zum obigen Songtext bringen möchte und wie das Ergebnis interpretiert wird, bleibt jedem selbst überlassen. Auch, wie man die heimliche Fotoaktion bewerten möchte – damit haben wir ziemlich polarisiert. Gut so, Kunst darf auffallen. Kunst darf provozieren und vor allem darf Kunst Grenzen überschreiten.

Ausgestellt wurde das Ganze auf dem Dachboden des Artcenters in Bielefeld. Eine fantastische Location wie ich finde! Je nachdem ob es sich um ein Werk zum Text oder zur Musik handelte standen auf dem Pult davor entweder eine Taschenlampe mit dem Songtext oder Kopfhörer, mit denen man sich den musikalischen Teil anhören konnte, während man das jeweilige Bild betrachtete.

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Alle Fotos © Franziska Feldmann.

Einzige Ausnahme: Das Musikvideo zum Song Menschenfresser, das von Franzi und Joel höchstpersönlich produziert wurde. Auch das Nebelleben-Männchen haben die beiden selbst gebastelt. Anschauen!:

P.S.: NebellebeN ist übrigens ein Palindrom. Nur, falls das irgendwem entgangen sein sollte. Hach, es gibt ganz schön viele kreative Leute in Bielefeld. ❤

Tango 3

Stefan hatte sich ein Bild zum Geburtstag gewünscht, also habe ich mal wieder in die Tanzmotiv-Kiste gegriffen und mir diesmal besonders viel Mühe gegeben – Because it is a Geburtstagsgeschenk. Schwarz-weißes Grundmotiv mit rotem Kleid als Akzent und die Highlights des Kleides mit orange. Und besonders detailverliebt. Format 30×50 cm. Ich bin sehr verliebt in dieses Bild übrigens.

Frida Kahlo

Das Thema Frida Kahlo lässt mich irgendwie nicht mehr so richtig los, seit ich die Verfilmung ihrer Biografie mit Selma Hayek in der Hauptrolle gesehen habe, also dachte ich: Warum nicht gerade ihr eines meiner bisher flächenmäßig größten Bilder widmen. So richtig kam ich aber auch erst drauf, weil ich durch Zufall ein Zitat von ihr im Internet las und neuerdings auf einem „Ich-kombiniere-Zitate-mit-Portraits-des-Autors“-Trip bin.

I paint self-portraits, because I’m so often alone,
because I’m the person I know best.Frida Kahlo

Das ist schon eine verständliche Aussage, wenn man ein bisschen über Fridas Lebensgeschichte weiß. Denn durch einen schweren Busunfall war sie jahrelang ans Krankenbett gefesselt und verbrachte unglaublich viel Zeit allein. Ach, schaut euch einfach den Film an, dann versteht ihr vielleicht meine Faszination. Das Bild ist jedenfalls mit 90×90 cm echt ganz schön groß und auf Graukarton gesprüht. Ach und obendrein auch das erste Mal, dass ich versucht habe, frei Hand zu sprühen.