Fleabag

Zynisch, vulgär und herrlich kaputt. So würde ich die Protagonistin der gleichnamigen Serie Fleabag (fantastisch gespielt und auch gedrehbucht von Phoebe Waller-Bridge) beschreiben. Klingt jetzt erstmal nach nichts, das man sich ansehen müsste. Dazu muss man aber erwähnen, dass Fleabag eine britische Serie ist und die sind ja schon per se sehenswert.

Ich hab sie verschlungen, vor allem vermutlich, weil allein der Plot schon so kaputt ist (Achtung, Mini-Spoiler der ersten/zweiten Folge): Fleabag verliert ihre beste und engste Freundin, weil die einen obskuren Plan fasst. Sie möchte, um ihrem Freund eins auszuwischen oder so ähnlich, einen Unfall faken und springt vor ein Auto. Dummerweise stirbt sie dabei. Alle irre.

Das macht dann auch, dass Fleabag irgendwie eine Art Trauerbewältigung startet und das tut sie eben auf ihre ganz eigene Art. Dabei guckt sie oft unvermittelt in die Kamera, um uns in ihr Seelenleben blicken zu lassen. Das ist jetzt nicht so ganz neu (House Of Cards), ist aber so großartig gespielt und umgesetzt, dass allein das schon die Serie zu was Besonderem macht. Und eben Fleabag selbst.

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