Geschichten und Erlebnisse von: Johannes Quatsch-mit-Sauce

Ich wollte als Kind mal Schriftstellerin werden. Na gut, ich wollte auch mal Kommissarin werden, genauso gerne wie Astronautin. Aber als Schriftstellerin habe ich mich tatsächlich mal versucht – im zum Mond fliegen eher weniger. Ich habe höchstens andere zum Mond geschickt vielleicht.

Jedenfalls habe ich, als ich zehn war, mal mit einer Reihe von Erzählungen angefangen. Über Johannes Quatsch-mit-Sauce, getippt auf meiner supertollen Schreibmaschine, die ich damals schon im Einsatz hatte. Und das ist irgendwie niedlich und lustig, ich möchte es gerne teilen. Auf nachträgliche Korrekturen wurde bewusst verzichtet, ich habe lediglich zur besseren Lesbarkeit Leerzeichen nach Punkten oder Kommata eingefügt, falls nötig.

IMG_8972Dei Geschichte:
Johannes Quatsch-mit-Sauce ist ein 10 Jähriger Junge ,mit allerlei flausen im Kopf.Na eben wie fast alle Jungs.
Seine Mutter behandelt ihn wie ein Baby.Bis er eines tages einem UIK begegnet und für 24 Stunden spurlos verschwindet.
Ein spannendes Buch für alle die gerne lesen.

Johannes und das ,,UIK,,

Ich saß vor dem Fernseher. Es kam gerade ein spannender Film über das Raumschiff „OMEGA“. Als eine Stimme sagte: „Hallo ich bin ein „UIK“. WILLST du mit mir kommen?“Ich stotterte: „Ja, aber d…“ Weiter kam ich nicht, denn meine Mutter rief: „Johannes, mein kleiner, es ist sieben Uhr, schalte bitte das Sandmännchen an und dann geht es in die Heia.“ Ich weiß es zwar nicht mehr, aber ich glaube ich lief puterrot an. Ich war schließlich schon 10 Jahre aber meine Mutter behandelte mich als sei ich ein Baby. Ich dachte nur noch ans abhauen. Ich flüsterte: „Okay, ich komme mit. Ich heiße übrigens Johannes Quatsch-mit-Sauce.“ Ich lief in mein Zimmer, packte meinen Rucksack mit allerlei Krimskrams: meinem Teddy, meiner Zahnbürste, einem Kaogummi, fünf Comics und meinem kleinen Gummitaschenmesser, falls sie, die kleinen Männchen, versuchten, mit umzubringen. Als ich fertig war, ging ich wieder ins Wohnzimmer, denn mir war etwas eingefallen: Ich wußte den Namen des Wesens ja gar nicht. „Wie heißt du eigentlich?“ fragte ich.
„Ich heiße: Putschidutschirumbazumbalaluratzerönätzenklopsenröpel-
klöpeldöpelknödelrödel aber nenn mich doch einfach KLÖPEL“, sagte das „UIK“. „Puh, hast du aber einen langen Namen.“ „Findest du? Ich find ihn sehr kurz, es gibt viel längere. Willst du einen hören?“ „Nein, danke sonst wird mir noch schwindelig. Können wir jetzt aufbrechen?“ „Von mir aus.“ Wir schlichen uns leise nach draußen. Aber was war das? Dort draußen stand, glaube ich, ein „UFO“. Es war sehr hell und sehr windig. Ich hatte ein bisschen Angst. Aber Klöpel meinte: „Du brauchst keine Angst zu haben.“ Ehrlich gesagt, da kam es mir schon komisch vor. Konnte Klöpel Gedanken lesen? Naja, jedenfalls hatte ich jetzt eigentlich keine Angst mehr. Wir stiegen ein. Ich hatte ein wenig Bedenken. Sollte ich Mami nicht einen Abschiedskuss geben? Ich erschrak, als Klöpel mich anstupste und flüsterte: „Wir werden ihr Briefe schreiben.“ Er zwinkerte. Mir rollte eine Träne über die Backe. Ich wischte sie schnell weg. Endlich waren wir drin. Soetwas hatte ich noch nicht gesehen. In diesem SUPER-RAUMSCHIFF gab es einfach alles wovon man sonst nur träumen konnte: eine super große Küche, ein riesiges Schwimmbad und sogar einen Roboter zum: Betten machen, Ordnung halten, Wäsche waschen, Raumschiff schrubben und um mir eine Geschichte vorzulesen. Plötzlich fiel mir etwas ein: „DU Klöpel, rif ich, gibt es hier auch einen Fernseher?“ – „Ja, da oben unterm Dach. Dort wo auch dein Zimmer ist. Hier ist die Tür.“ Er zeigte auf eine Öffnung in der Wand. Ich lief schnell nach oben und machte RTL2 an, denn Raumschiff „OMEGA lief ja noch im Fernsehen. Ich setzte mich in den Sessel. Aber es war langweilig, denn Herkules und Xena knutschten nur rum. Irgendwann schlief ich ein. Als ich erwachte stand Klöpel vor mir. Er sagte: „Wir landen gleich auf der NERELWY, das ist mein Planet.“ Ich war sofort hellwach und lief barfüßig die Treppe hinunter. Wir gingen ins Cockpit. Auf den Kontrollschirmen sah ich einen neuen Planeten auftauchen. Er wurde immer größer. Wir rasten mit großer Geschwindigkeit auf ihn zu. Ich konnte Sterne erkennen. Sonderbare Sterne und ein großer roter Stern tauchte auf. Wir verringerten unsere Geschwindigkeit. Plötzlich leuchteten überall rote Lampen auf. Klöpel sagte: „Das sind alles meine Freunde, die da leuchten.“ Ich fragte: „Haben die rote Taschenlampen?“ – „Quatsch, ihre Augen leuchten.“ – „Toll, solche Augen möchte ich auch haben.“ – „Kannste haben. Schließe die Augen ganz fest zu und nicht blinzeln!“ Ich tat was er sagte, aberes war mir, als ob meine AUgen brannte. Es wurde ganz hell und es flackerte und blitzte. Jetzt wurde es auf einmal total rot. Endlich durfte ich die Augen wieder aufmachen. Es kam mir vor, als ob ich eine rote Sonnenbrille auf hätte, oder total wütend wäre. Ich fragte: „Sag mal, kannst du zaubern, oder was?“ – „Was ist denn ZABEN?“ fragte er, „sind das etwa die ekligen kleinen Dinger, in die die Hummeln immer reinschwimmen?“ Ich verdrehte meine rot glühenden Augen. Ist er blöd oder stellt er sich nur so? „Sag mal, biste aus Holz?“ schrie ich. Jetzt wurde er aber wütend. Er packte mich mit beiden Händen und steckte mich in eine super-kleine Rakete, in der ich kaum Platz hatte. Klöpel war voll in Fahrt. Er machte seine Augen riesengroß und auf einmal spuckte er mit den Augen Feuer. Ich hatte so was ja schon mal im Fernsehen gesehen, aber da haben die Leute das Feuer mit dem Mund gespuckt. Aber da sah ich Klöpel schon gar nicht mehr, denn er hatte die Rakete gezündet. Nach ungefähr fünf Sekunden sag ich schon die wohlbekannte Erde auftauchen und in noch mal fünf Sekunden war ich auf ihr gelandet. Allerdings in unserem Gartenteich. Ich konnte mich im Wasser spiegeln. Und als ich mich so betrachtete, fiel mir auf, dass meine roten Augen weg waren. „Hmm“, überlegte ich, „vieleicht hat Klöpel mir die Augen wieder weggenommen weil ich ihn geärgert habe. Kann ja sein.“ Ich ging ins Haus und ziehte mich erst mal um. Danach machte ich mir etwas zu essen, denn es war bereits Tag und meine Mutter mußte arbeiten. „Eigentlich“, dachte ich „ist es ja ganz gut, das ich wieder auf der Erde bin. Wer weiß, ich wäre vielleicht erstickt.“ Ich holte tief Luft. Und so wurde aus einem tollen Erlebnis auch ein tolles Ende.

HIER NOCH EIN PAAR TIPS;
FALS DIR EIN UIK BEGEKNET:
1.) Schreie einen UIK niemals an!
2.) Sei nicht frech zu ihm!
3.) Lass dich erst nach genauem Testen mit ihm ein!
und 4.) frage besser nicht nach seinem Namen

2 Kommentare zu „Geschichten und Erlebnisse von: Johannes Quatsch-mit-Sauce“

  1. Sehr grandios! Mein Lieblingsstelle: „Klöpel war voll in Fahrt.“
    Das ist wirklich, wirklich lustig für eine 10-Jährige.
    Noch grandioser ist, sowas zu bloggen. Kann man gar nicht genug machen. Alles beisammenhalten.

    1. Hihihi :)
      Ich verrate nun was: Da kommen noch mehr Geschichten. Ich kann nur nicht so schnell abtippen, wie ich es online stellen möchte :D
      Meine Lieblingsstelle eigentlich:
      „…alles wovon man sonst nur träumen konnte: eine super große Küche, ein riesiges Schwimmbad und sogar einen Roboter zum: Betten machen, Ordnung halten, Wäsche waschen, Raumschiff schrubben und um mir eine Geschichte vorzulesen.“

      Wovon man eben als 10-jährige so träumt. Anscheinend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.