verschlichtern.de

Ein super Projekt, das der Marc da gestartet hat und weil mir die Idee so gut gefällt, muss ich ein bisschen Werbung dafür machen.

Verschlichtere Dein Leben.

Das finde ich super! Das mit dem Vereinfachen hat uns der Bosse ja schon geträllert und das mit Recht! Ich selbst habe meinen Australien-Trip dazu genutzt, mein Leben ein wenig zu vereinfachen. Im Vorfeld habe ich – ganz bewusst – meinen kompletten Haushalt aufgelöst. Man glaubt gar nicht, wieviel unnützes Zeug man so ansammelt. Küchenutensilien, Klamotten, Sammlungen von Kabeln, CDs, Schulbüchern, Möbel. Alles kam weg – ich hab’s entweder verkauft oder zur Brosa gegeben. Natürlich habe ich Persönliches aufbewahrt, ebenso meine Bücher, die ich viel zu sehr liebe, als dass ich die einfach so weg geben könnte. Aber ich habe mich eben von so viel Zeug, wie mir möglich erschien, getrennt. Und dann bin ich ein halbes Jahr nur mit soviel Zeug klargekommen, wie in meinen Rucksack passte. Und das sogar mehr als gut!

Vor meiner Heimkehr hatte ich schon allein deswegen etwas Bammel, weil ich nicht wusste, wie ich das wiedergewonnene Überangebot verkraften würde. Plötzlich hat man doch wieder mehr, als man tragen kann, packt Kisten aus, sammelt wieder unnützes Zeug an.

Ein bisschen ist das auch so gewesen. Ich versuche dennoch darauf zu achten, alles so einfach wie möglich zu halten. Meine Küche habe ich schon alleine deswegen selbst gebaut und so offen und einfach wie möglich gehalten, um nicht zu viel Stauraum zu haben. IMG_7129Ich habe immer noch keine großen Teller zum Beispiel. Weil ich alles immer erst kaufe, wenn ich es wirklich brauche. Eine Auflaufform zum Beispiel habe ich letzte Woche gekauft, weil ich einen Auflauf machen wollte. Das wird aber auch meine einzige bleiben. Man braucht nicht alles in allen Größen und Formen in zig-facher Ausführung. Echt nicht! Obwohl ich zwischendurch gefragt werde: „Schöne Küche, aber wo lässt Du denn Dein ganzes Geschirr?“ Ich habe einen Geschirrschrank, so ein Küchenbuffet und das reicht vollkommen aus. Lustig.

IMG_8721.JPGEbenso meine Klamotten: Ich habe zwar mehr, als in meinen Rucksack passen würden, aber ich habe nie mehr, als ich Bügel im Schrank habe. Wann immer ich etwas Neues kaufe, fliegt was altes dafür raus. Das ist eine ganz hervorragende Regel. Zumal man sich dann auch zurückhält mit dem Kaufen, weil man sich dann ja auch trennen muss.

Natürlich gibt es bei diesem Vorhaben auch Niederlagen… Meine Sneakersammlung zum Beispiel. Die wird einfach trotzdem immer größer, da kann ich irgendwie gar nichts machen. Die Sneaker laufen mir so zu.

Aber zu einem Großteil schaffe ich das mit dem Verschlichtern trotzdem irgendwie. Ich habe kein Bett. Aus Überzeugung, weil man „nur“ auf der Matratze ebenso gut schläft. Vier Monate habe ich „nur“ auf einer Isomatte geschlafen und hatte seltsamerweise weniger Rückenschmerzen, als jetzt…

Jedenfalls kann ich das Prinzip der Vereinfachung, des Ausmistens, des Verschlichterns nur jedem empfehlen, weil es ungemein befreit. Natürlich muss das jeder für sich selbst herausfinden, auf was er verzichten kann und will, da gibt es irgendwie ja kein richtig und falsch. Ich stelle mich hier nicht mit erhobenem Zeigefinger hin und sage, ihr sollt eure Betten oder Auflaufformen verkaufen. Echt nicht! Das ist sicher für jeden anders und das ist eben mein verschlichtertes Leben. Generell steht aber fest: Man braucht viel viel viel viel VIEL weniger im Leben, als man so denkt und bestimmt sogar VIEL weniger, als ich mir vorstellen kann.

3 thoughts on “verschlichtern.de

  1. Oh, welch Ehre. Vielen Dank und schön, dass es dir gefällt! Ich wusste gar nichts von dem Blog hier. Erst durch deinen Kommentar bei ben_ habe ich das gesehen. =) Ich feature das mal auf dem Twitter und FB Account von verschlichtern.de!

  2. Das mit dem Bett ändert aber kaum etwas.
    Ein schlichtes Bett ist kaum größer als die Matratze und nimmt damit nicht mehr Platz weg.

    Der Platz unter dem Bett dient zur Belüftung für die Matratze.
    Hier ist eventuell etwas mehr doch besser ;)

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