Ode an meinen Hund

Du möchtest nicht allein sein, aber zu viel Nähe ist Dir auch nicht angenehm. Du hast einfach nie gelernt, einen Menschen nah an Dich heran zu lassen. Du hast nie mit Sicherheit gelernt, dass Nähe Dir auch gut tun kann.

Wenn Du unsicher bist und mit Situationen nicht anders umzugehen weißt, fängst Du an, albern zu werden und bringst andere damit zum lachen. Obwohl Du einem eigentlich leid tun solltest, denn schließlich bist Du gestresst und weißt Dir nicht anders zu helfen. 

Du bist selten wirklich entspannt. Selbst wenn Du satt und müde bist, kannst Du nur dann ernsthaft abschalten, wenn Du nicht mehr das Gefühl hast, um Dich herum etwas (überlebens)wichtiges zu verpassen. Und dieses Gefühl hast Du sehr oft. Du hast einfach nie gelernt, auf jemand anderes außer auf Dich selbst und Deine eigene Wachsamkeit zu vertrauen.

Du hast große Verlustängste, brauchst aber dennoch meist Deine Ruhe. Du hast einfach schon zu oft verloren. Du willst allein sein, aber nicht einsam. Und der Unterschied ist Dir manchmal selbst nicht richtig klar.

Du kannst Deine Vergangenheit nicht gänzlich hinter Dir lassen. Doch meistens siehst Du fröhlich dabei aus, Dein Lächeln und Deine treuen Augen täuschen sehr zuverlässig über Deine innersten Unsicherheiten hinweg. Mutig läufst Du voran, erschnüffelst Dir Dein neues Leben und wagst jeden Tag ein bisschen mehr Vertrauen in die Welt.

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