Ein Glühwein, swei Glühwein, dei Lühwein.

Das Treiben geht wieder los: Der Bielefelder Weihnachtsmarkt hat eröffnet. Riesige Menschenscharen ergötzen sich bereits die ersten Tage an den Essensgerüchen und Glühweinvarianten der zahlreichen Stände. Sie drängeln, rempeln, essen und trinken. Oder besser: saufen. Und ich mittendrin – natürlich. Da ich Menschenmassen aber eigentlich überhaupt gar nicht so gut abkann (vor allem nicht wenn man wie beim Weihnachtsmarkt ständig mit Soße, Senf, Glühwein oder Zuckerwatte bekleckert wird oder sich gar selbst damit einsaut), frage ich mich ernsthaft: Warum geht man – speziell ich – da trotzdem hin?

Es muss etwas mit der saisonalen Begrenzung dieses „Angebots“ zu tun haben, ein bisschen wie mit Erdbeeren oder Spargel, die es nur so richtig gut im Sommer/Frühjahr gibt. Niemand wäre so scharf drauf „heute auf den Weihnachtsmarkt“ zu gehen, wenn dieser das ganze Jahr stattfinden würde. Und so geht man eben auf oder über den Weihnachtsmarkt, holt sich eine Feuerzangenbowle nach der anderen (die aber auch wirklich ganz fantastisch lecker schmeckt beim Haus vom Nikolaus) und lässt auch an verschiedenen Essensständen eine Menge Geld. Warum? Das weiß wohl niemand so genau. Gruppenhysterieundzwang ist es wohl. Und dieses Sehen und Gesehen werden. Und es riecht und schmeckt alles so gut.

Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

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