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Berlin

Berlin.

 

Die letzten Wochen haben sich hier eigentlich nur um ein Thema gedreht.

Zuerst war da die Überlegung in der Firma, wie sinnvoll es doch wäre, wenn eine(r) der sechs BielefelderInnen zur Verstärkung des (nur 3 Mann+Frau-starken) Berliner Büros den Standort wechselt. Diese Überlegung existierte in der Theorie schon eine ganze Weile, plötzlich war sie aber als expliziter Wunsch – oder sagen wir: Denkanstoß – wirklich ausgesprochen. Und ich ging mit der Idee eigentlich direkt schwanger und überlegte eine Woche still und heimlich (mit einigen intensiven Gesprächen im Freundeskreis). Tja… und so wurde aus einer Bielefelderin eine Bald-Berlinerin. Also zumindest Eine, die da bald wohnt – wollen wir mal nicht direkt übertreiben.

IMG_1773Als die Entscheidung gefallen war, wollte ich eigentlich direkt drauf los bloggen, vor allem über die Wohnungssuche, die sich als doch recht amüsant erwies. Aber irgendwie ging dann alles Schlag auf Schlag. Bielefelder Wohnung kündigen, im Internet nach neuer Wohnung suchen, Telefonate, Terminabsprachen, Besichtigungen. Und ganz viel Zug fahren logischerweise. Ich nehme das schonmal vorweg: Das mit der Wohnung hat bereits geklappt, Mietvertrag ist zum 1.1. unterschrieben und Umzug am 16.1. ist ebenfalls organisiert. Ich sagte ja schon: Es ging dann alles doch sehr schnell.

Ich war so besorgt, weil ich so viele Geschichten gehört hatte, wie schwierig die Wohnungssuche in Berlin sein soll. Als meine Wohnung dann gekündigt war, hatte ich tatsächlich ein bisschen Muffensausen. „Was, wenn ich keine passende Wohnung rechtzeitig finde. Bei wem komme ich dann unter? Ohje, und was ist dann mit meinen Möbeln!!!“

Also habe ich so richtige Streber-Wohnungsbewerbermappen fertig gemacht. Mit persönlichem Anschreiben inkl. Foto, in Schönschrift ausgefüllter Selbstauskunft, Einkommensnachweise, Schufa-Auskunft und und und. Bei einer Besichtigung waren 140 Leute. Hundert und vierzig! Da bekam ich keine Zusage. Bei allen anderen aber schon! Somit hatte ich sozusagen die Qual der Wahl, was es aber auch nicht unbedingt einfacher machte. „Was, wenn ich die jetzt absage und mich hinterher ärgere?!“ Alles völlig unbegründet, denn als die Zusagen zu MEINER Wohnung kam, wusste ich auch sofort, dass ich nicht zögere sondern direkt ja sage. Winsviertel! Wie fein <3

Die ohnehin schon gleichermaßen schockierten wie begeisterten Gesichter im Freundeskreis kommen aus dem Staunen nicht mehr raus, dass es nun doch SO schnell geht. Ich auch nicht. Ich packe Kisten und freue mich über diesen Schritt. Auch wenn das ein großer Schritt für eine Heimatverliebte wie mich ist. Deswegen gibt es hier keinen Jahresrückblick. Weil ich gerade zu sehr damit beschäftigt bin, nach vorne zu schauen. Berlin! Zieh Dich warm an!

Auf den vielen Zugfahrten haben ich übrigens je nach Uhrzeit gearbeitet (falls noch fit genug) oder gelesen und ich kann mit großer Begeisterung „Meine Winsstraße“ von Knut Elstermann empfehlen. Herrlich anekdotisch geschrieben, feine Geschichten!

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2 Antworten auf „Berlin.“

Hier haben das die Spatzen schon von den Dächern gepfiffen. Das sagt man doch so, oder? Ich finde das ist eine sowohl mutige wie auch richtige Entscheidung mal ein bisschen über den Tellerrand hinwegzusehen. Als ich nach Süddeutschland gezogen bin hatte ich auch erst ziemlich Muffensausen. Aber dann war alles ganz toll und ich habe so viel dazugelernt. Meinem Mama hat damals gesagt: „Kind, wenn es dir da nicht gefällt, dann kommst du einfach wieder nach hause“. Und von dann habe ich gewusst, das mir eigentlich nichts schlimmes passieren kann.
Außerdem freue ich mich schon drauf hier viele spannende Berlinberichte zu lesen.

Halt die Ohren steif,
Katrin

Chapeau, liebe Jana! Das Thema Berlin stand hier Zuhause auch zur Debatte. Ich habe immer noch mächtig Respekt vor Berlin und seinen Eigenarten. Viel Erfolg beim Auswandern in die große, weite Welt! Du wirst von den anderen Hoteliers sicher herzlich empfangen.
Ich bin gespannt auf deine Erlebnisse aus der Hauptstadt. Hiermit kannst du schon mal ein bisschen üben:
http://www.spreetaufe.de/berlinerisch-berliner-jargon/woerterbuch-berlinisch-a-h/

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