An den Pflanztisch, fertig, los!

Das Gartenjahr ist gestartet und dieses Jahr gehe ich mit etwas mehr Planung an die Sache ran.

Für eine möglichst lange Ernte habe ich einen zweiwöchigen Rhythmus für die Vorzucht/Aussaat geplant:

Mitte Januar

  • Aussaat: Paprika Pantos

Mitte Februar

  • Aussaat: Paprika Radja
  • Aussaat: Paprika Mini Bell
  • Aussaat: Blumenkohl
  • Aussaat: Fenchel 1
Auch neu dieses Jahr: Beschriftung, um den Überblick nicht zu verlieren 😅

Anfang März

  • Pikieren: Paprika Pantos
  • Aussaat: Fenchel 2
  • Aussaat: Paprika Blocky Mix

Mitte März

  • Pikieren: Blumenkohl
  • Direktsaat: Zuckererbsen (1. Reihe)
  • Aussaat: Fenchel 3

Anfang April

  • Pikieren: Paprika Radja
  • Pikieren: Paprika Mini Bell
  • Pikieren: Fenchel 1
  • Aussaat: Zucchini Soleil

Mitte April

  • Pikieren: Fenchel 2
  • ins Beet: Blumenkohl
  • Direktsaat: Radieschen
  • Direktsaat: Salat (1. Reihe)
  • Direktsaat: Zuckererbsen (2. Reihe)
  • Aussaat: Kürbis

Anfang Mai

  • Direktsaat: Salat (2. Reihe)
  • Direktsaat: Rote Bete
  • Aussaat: Zucchini Quine

Mitte Mai

  • ins Beet: Zucchini Soleil
  • ins Beet: Zucchini Quine
  • ins Beet: Fenchel 1–3

Um mehr Platz zu schaffen, habe ich außerdem vor, an die Hochbeete noch solche Balkonblumenkästen anzuhängen, in die dann Kräuter und Fenchelknollen kommen. Insbesondere die Minze muss aus dem großen Beet raus, weil sie das komplett vereinnahmt. Freche Minze! Blumenkohl und Paprika bleiben in Kübeln und ins dreistufige Beet kommen wie im letzten Jahr wieder 3 Tomatenpflanzen, die ich als einzige nicht selbst vorziehe. Irgendwer hat mal gesagt, dass die selbst vorgezogenen nichts werden, seitdem traue ich mich da nicht ran. Ein Sommer ohne Tomaten ist nämlich kein Sommer!

Zucchini mit Männerproblem

Nachdem mir jede der zwei Zucchinipflanzen in den letzten Wochen täglich eine erntereife Zucchini beschert hat, haben sie nun etwas die Arbeit eingestellt. Zumindest zur Hälfte…

Jetzt mal ehrlich, wer weiß bitte bevor er selbst einen Garten hat, dass Zucchini (und damit alle Kürbisgewächse) männliche und weibliche Blüten haben?! Ich jedenfalls wusste es nicht bis zur ersten Ernte. Die weiblichen Blüten haben schon einen kleinen sogenannten Fruchtknoten, dieser wächst auch unbefruchtet auf circa 10 Zentimeter und nur nach erfolgreicher Befruchtung durch eine männliche Blüte wächst daraus dann eine leckere Zucchini heran. Bei Nichtbefruchtung wird die Mini-Zucchini irgendwann einfach faul und fällt ab.

Nun ist es aber leider so, dass beide Pflanzen seit zwei Wochen zwar wie verrückt weibliche Blüten mit Fruchtknoten ansetzen, aber von den männlichen Blüten fehlt jede Spur. An beiden Pflanzen! Seit Wochen! Naja, wir hatten zwischendurch auch noch Mehltau, eine Pilzerkrankung der Blätter durch trockene Hitze (Ach was?!), aber die habe ich durch Abschneiden der befallenen Blätter und Einsprühen der übrigen mit Milch eigentlich in den Griff bekommen. Also weiß ich leider nicht woran es liegt, hatte jemand so ein Problem schonmal?

Oder sind die Mädels einfach stressresistenter und man kann nichts machen?!

Einmachgläser

Und dann sind da diese ganzen Erinnerungen, die nicht ewig bleiben, die Du am liebsten konservieren möchtest. Und Du bekommst Angst, weil das eben nicht geht, versuchst krampfhaft eins dieser Einmachgläser voll Erinnerungen zu öffnen, aber es klappt nicht, es klemmt einfach. Du wirst traurig und bekommst noch mehr Angst, richtige Panik. „Es muss sich doch öffnen lassen! Vor ein paar Wochen wusste ich es doch noch!“

Erschöpft gibst Du auf und versuchst Dich mit irgendwas abzulenken und da, plötzlich: Ein Lied im Radio! Und eine völlig neue Erinnerung an etwas, an das Du schon sehr lange nicht mehr gedacht hast, taucht wie aus dem Nichts auf. Und lächelnd erinnerst Du Dich: Du wirst ihn niemals vergessen.

Zucchini-Bratlinge

Da ich derzeit im Schnitt täglich eine Zucchini ernten kann, probiere ich sämtliche Rezepte zur Zucchini-Verwertung aus. Hier mal eine Eigenkreation, weil ich kein brauchbares Zucchini-Bratling-Rezept gefunden habe.

Zutaten

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 5 EL Maispolenta
  • 5 EL Haferflocken
  • 2 EL Leinsamen
  • 4 getrocknete Tomaten, so klein wie möglich geschnitten
  • 1 Zwiebel, sehr fein geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer, Räucherpaprika
  • Handvoll Kräuter aus dem Garten, z.B Thymian und Petersilie
  • Maispolenta oder Semmelbrösel für die Panade

Zubereitung

Die Leinsamen mit Wasser bedecken und quellen lassen. Zucchini raspeln und mit dem Rest der Zutaten gründlich vermengen. Die Menge der Haferflocken und Polenta ist abhängig vom Wassergehalt der Zucchini. Ist die Mischung noch triefend nass einfach noch mehr trockenes Zeug dazu geben. Die Masse etwa 10 Minuten quellen lassen und dann mit den Händen Bratlinge formen, die dann nochmal in Polenta oder Paniermehl gewälzt werden. Dann in Rapsöl in der Pfanne braten. Dabei nur einmal wenden, also warten bis sie schön goldgelb/-braun von einer Seite sind und dann vorsichtig umdrehen. Ansonsten zerfallen sie sehr schnell.

Schmecken super mit Salat und einem Dip, zum Beispiel Guacamole.

Zucchini-Ernte

Die ersten Zucchini sind jetzt fertig und ich habe heute die erste geerntet und zum Mittag verspeist. Herrlich! Und die Pflanzen hängen voller Nachschub. Zucchini-Rezepte nehme ich also dankend entgegen :)

Die heute habe ich einfach mit Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne gebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und zum Schluss noch ein paar Kirschtomaten hinzugegeben.

 

Ode an meinen Hund

Du möchtest nicht allein sein, aber zu viel Nähe ist Dir auch nicht angenehm. Du hast einfach nie gelernt, einen Menschen nah an Dich heran zu lassen. Du hast nie mit Sicherheit gelernt, dass Nähe Dir auch gut tun kann.

Wenn Du unsicher bist und mit Situationen nicht anders umzugehen weißt, fängst Du an, albern zu werden und bringst andere damit zum lachen. Obwohl Du einem eigentlich leid tun solltest, denn schließlich bist Du gestresst und weißt Dir nicht anders zu helfen. 

Du bist selten wirklich entspannt. Selbst wenn Du satt und müde bist, kannst Du nur dann ernsthaft abschalten, wenn Du nicht mehr das Gefühl hast, um Dich herum etwas (überlebens)wichtiges zu verpassen. Und dieses Gefühl hast Du sehr oft. Du hast einfach nie gelernt, auf jemand anderes außer auf Dich selbst und Deine eigene Wachsamkeit zu vertrauen.

Du hast große Verlustängste, brauchst aber dennoch meist Deine Ruhe. Du hast einfach schon zu oft verloren. Du willst allein sein, aber nicht einsam. Und der Unterschied ist Dir manchmal selbst nicht richtig klar.

Du kannst Deine Vergangenheit nicht gänzlich hinter Dir lassen. Doch meistens siehst Du fröhlich dabei aus, Dein Lächeln und Deine treuen Augen täuschen sehr zuverlässig über Deine innersten Unsicherheiten hinweg. Mutig läufst Du voran, erschnüffelst Dir Dein neues Leben und wagst jeden Tag ein bisschen mehr Vertrauen in die Welt.

Durchatmen

Gerüche und Farben in sich aufsaugen. Die Aussicht genießen. Geräusche bewusst wahrnehmen. Vogelzwitschern, das Knacken des Holzes wenn es wieder trocknet, der plätschernde Bach, der Wind in den Baumkronen. Letzte Regentropfen spüren, die Sonne langsam wieder blinzeln sehen. Digitales Chaos hinter sich lassen und im Hier und Jetzt ankommen.
Hallo Welt! 👋🏼

Gartenupdate

Ich weiß nicht, ob man es sehen kann, aber die Paprika hängen inzwischen voller Knospen und Blüten. Seit dem letzten Bild haben sie vermutlich zudem ihre Größe in etwa verdoppelt. Interessant: Die eine Pflanze ist schon deutlich höher gewachsen, hat dafür aber deutlich weniger Blüten. Die Pflanze hat also wohl mehr Energie ins Wachstum als in die Anlage von Blüten gesteckt. Warum auch immer, schließlich standen die immer am selben Standort mit gleicher Wassermenge und Düngung.

Die Zucchinipflanzen sind auch schon richtig groß, etwas ärgerlich ist allerdings der Schneckenfraß im Beet insbesondere an den Kohlrabiblättern. Da werde ich Montag mal einen Schnexagon-Anstrich am Hochbeet nachlegen. Das ist rein ökologische und giftfrei, macht aber, dass es den Schnecken an der Außenwand zu glitschig ist und sie nicht hochkommen. Ich bin gespannt ob das wirklich funktioniert.

Ansonsten konnte ich schon die ersten Radieschen und Salatblätter ernten und verspeisen, geize fleißig die Tomatenpflanzen aus und beobachte gespannt die ersten Erdbeeren, die sich schon knallrot färben.

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Einzug, Auszug, Umzug

Die Hochbeete wurden bezogen. Vorwiegend von Kräutern aller Art und dann kommen da noch die vorgezogenen Zucchini rein. Die Paprika sind in größere Kübel umgezogen und je zwei Paprikapflanzen und zwei Zucchini sind sogar schon ganz ausgezogen. Sie werden so schnell groß 😜

Aber mal im Ernst, wie irre ist es bitte, dass aus ein paar kleinen Körner in null komma nix richtige Pflanzen werden, die sogar jetzt schon richtig viele Blütenanzätze haben?!

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Abhärtung

Die Paprikapflanzen entwickeln sich wie verrückt und stehen jetzt bei dem schönen Wetter immer schon einige Stunden draußen im Schatten zur Abhärtung¹ resp. Gewöhnung an UV-Strahlung und Wind. Wenn man sie von der Fensterbank drinnen direkt nach draußen in die pralle Sonne stellt, ist wohl die Gefahr, dass die Blätter Sonnenbrand bekommen.

Neu mit dabei: Die erst vor 5 (!) Tagen ausgesähten (Kletter-)Zucchini. Leider in viel zu kleine „Töpfe“, da hab ich nicht nachgedacht, dass die größeren Samen (in etwa so groß wie Kürbiskerne) ja auch deutlich mehr Platz brauchen, als die kleinen Paprikasamen. Die kommen jetzt schleunigst in größere Schalen, damit die Wurzeln genug Platz haben und können dann nach den Eisheiligen Mitte Mai direkt ins Hochbeet.

 

[1] Kleine Anekdote aus einem Gartenforum:
„Wie härte ich meine Tomaten- und Paprikakeimlinge am besten ab?“ — „Lass sie mal hier im Forum ein paar Beiträge lesen, das härtet sehr ab.“